15 - 12 - 2017

Tag für Tag -- Der poetische Moment

Reinhard Rakow

aus: Schloss LebensWert

Die Stadt war Tag. Mit Einbruch der Helligkeit hatte sie, unbeeindruckt von LebensWer†s Nebelwerfergemetzel, ihren Schleim ausgespien, den üblichen Spuck, Mucus Urbis mitsamt Infiltrat: die in Fabriken, Hallen und Lagern, Showrooms und Malls, in Hochhäusern aus Glas und Titan den letzten Tag und die Nacht über gearbeitet und nun, die Augen von finsteren Ringen umkränzt, die Wangen fahl, aus den Fahrstühlen wankten, dem Freien zu strömten, auf Bürgersteige, in U-Bahn-Schächte und Bahnen, Parkbunker, -Plätze und Wagen, um sich eilends aus dem Staub zu machen,   diesem schwefligen klebrigen Staub, der durch die Fensterritzen kroch und die Lamellen, die Gitter und Filter und Gazen der Klimanlagen und ihnen die Haare verklebte, die Härchen und Poren, hinaus, nur hinaus!, zu fliehen so rasch wie nur möglich, wohin auch immer, überall wär es besser, der vertraglich fixierten Pflicht zur Regeneration nachzukommen zum Wohle der folgenden Schicht, und so hafteten sie bald, fünf Kilometer herausgeschleudert oder zehn oder zwanzig, anderswo, weiter draußen, zusammen mit anderem Spuck anderem Dreck an  —, die nächtens auf Bürgersteigen dahinvegetiert, unter sich eine Pappe, über sich, bei Glück, aus Plastik nen Sack —, die sich in provisorische Hütten aus Kartons und Tonnen verkrochen  —, die in den Winkeln unterirdischer Röhren und Kanäle Schlupfunter gefunden für die Dauer der Nacht, auf die Faulheit der Stadtreinigungs-Schergen vertrauend, so lang jene währte —, die unter Treppenaufgängen gekauert, zusammengekrümmt, sich niederzulegen, auszustrecken die Traute nicht brachten inmitten von Bächen, Rinnsalen, Flüssen und Seen aus Exkrementen, welche träge und stinkend ihrer jeden umzingelten, während sie, die Nasenlöcher tamponiert von harten Röllchen aus Zeitungspapier, ein Auge (wenigstens) stets offenhielten aus Furcht vor Entdeckung, ihr Nachtsicht-Periskop, allzeit aktiv, den Feind an der Art seines Schuhs voraus zu erkennen  —, ungewaschne Wilde, Vertragslose, verhärmt, das Gewusel, Gewimmel ihrer schmutzig Brut quengelnder Bälger, ihre hungrigen Hunde, fellbehangne Gerippe, schniefende, triefäugige Katzen, kaum besser genährt, Ratten, Kakerlaken, sie alle, alle, alle, die sie aus Angst vor nem Tag in der Stadt deren schützende Ritzen geflohen, Müllmenschen, Menschenmüll, dieser ganze trostlose Unflat der Nacht eben, der nun also sich anderswo, vom Zentrum so weit entfernt, wie Zeit, Kraft und Geld es grad noch zuließen, zum Durchatmen einfand, finden musste, während noch weiter draußen, draußen im Niemandsland, in den mächtigen Schmutzzonen des Abfalls und Schrotts, in den Brachen voll von Beton, Gift und Chemie die tägliche Jagd nach Essbarem begann. So war es immer.

So war es immer, und doch litt die Stadt seit jenem Schlag an zu hohem Druck. Ganz so, als hätte sie sich dazu entschlossen, die Wellen der Explosion in ihren Eingeweiden zu umfangen, anstatt sie zu entlassen in Materie, Erde und Luft, wo sie weiteren Schaden als den stattgehabten nicht anrichten könnten, ließ sie sich in Unruhe versetzen von der Angst vor der Angst vorm noch nicht Verschluckten, in Wirrnis, Aufregung und -ruhr, dass Blutbläschen prall schwollen, das Herz stolperte und die Augen ihr schier überquollen im tiefroten Gesicht, aus dessen weit aufgesperrtem Schwarzloch donnernd tosend die Worte erschollen: ACH - TUNG, ACH - TUNG! EI - NE!! DURCH - SAGE!!! Die Bescheid wussten, wussten Bescheid und spielten das Spiel von der Abwehr eines gegenwärtig drohenden Angriffes, unmittelbar bevorstehend, der Anschlag auf das Rechenzentrum sei seine kleine, seine winzige, Vorhut gewesen, jetzt gelte es, die Angegriffnen zu retten, sie, ihn, euch, UNS, das bisher Erreichte, Wohlstand und Neues System zu VERTEIDIGEN gegen die Ruchlosigkeit, jeder wisse, wozu der FEIND fähig, NICHT EINMAL auf Laufzeiten nehme er Rücksicht, doch ab 0 Uhr 22 werde zurückgeschossen ohne Pardon, gnadenlos exstirpiert, was an ChristhumanistbolschewistjudenmenschenrechtstümlermenschenfreundFEINDEN sich noch hier aufhalte, mit Stumpf und Stiel, WACHSAMKEIT sei erste Vertragspflicht nunmehr, WACHSAMKEIT, denn,  ACH - TUNG, ACH - TUNG! der FEIND laure überall, und sobald man die Situation, nein: DIE GEFAHRENLAGE in H11 im Griff, nein: NEUTRALISIERT, habe, werde man sich  ACH - TUNG, ACH - TUNG! sofort SO-FORT!! der AUSMERZUNG, der bedingungslosen und komplettradikalvollständigen LIQUIDATION der schwärenden Widerstandsnester des FEINDES annehmen,  ACH - TUNG, ACH - TUNG!, Furcht, Erregung, Hektik, Nervosität vortäuschend, vorschützend.  ACH - TUNG, ACH - TUNG! EI - NE!! DURCH - SAGE!!! LEBENS-WERT LIMI-TED!!!
Die sie rochen, die Finte, rochen, ohne des wahren Sachverhalts gewiss sein zu können, geschweige denn seiner etwaigen Weiterungen,

Reinhard Rakow

aus: "Schloss LebensWert"

Ich will nur..., hebt Peeh an, zögernd, denn plötzlich bemerkt er, dass er selbst nicht recht weiß, was er will, was das soll: wozu er ins Zentralarchiv eingedrungen ist, warum er sich in anderer Leute Sachen einmischte... einmischt... ... Als ob er nicht mit sich selbst genug zu schaffen hätte... ... Klarheit, ich will nur ... verstehen... Verstehen, was hier vorgeht... in diesem Land... Wissen Sie... ringt er, und hat mehr sich selbst als Wolf zum Gegner, um Worte, Wissen Sie, wie das ist: In ein Land zurückzukehren, das ein anderes geworden ist? In das Land, in dem man die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat, in dem man aufgewachsen ist? Von dem man denkt, man kennt es in- und auswendig, jedes Fleckchen Erde, jeden Zipfel Land, jedes Staubkorn, jedes Steinchen, Tiere und Pflanzen... seine Landschaften, Städte und Dörfer, seine Geschichte und Geschichten, seine Klänge und Dialekte, Feste und Speisen... denn man ist ja in ihm aufgewachsen und hat es durchstreift, erwandert und erfahren, man kennt seine Farben, seine Gerüche und Aromen, trägt ihren Geschmack mit sich auf der Zunge... Heimat eben... Und seine Menschen... gehören dazu... ihre Gebräuche... die Art, wie sie miteinander umgehen... wie sie sich begrüßen oder verabschieden... wie sie jubeln und trauern... und worüber... wie sie sich organisiert haben... was sie tun, um einander das Leben leichter zu machen... Ich meine... Dass man sich... zum Beispiel... darauf verlassen kann, auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht überfallen zu werden...  normalerweise... oder dass, wenn es einen Unfall zwischen zwei Wagen gab, die Polizei gleich da sein wird... und bei einem Brand die Feuerwehr... oder der Notarzt, wenn einer zusammenbricht auf der Straße... um einem zu helfen... oder dass einem bei Zahnschmerzen ein Zahnarzt die Schmerzen beseitigt... Und dass man sich, wenn einer plötzlich Hilfe braucht, gegenseitig unterstützt... einfach so... Dass der Nachbar im Urlaub die Katze füttert und in der Wohnung nach dem Rechten sieht... ("Dass der Nachbar im Urlaub die Katze füttert"!) Und dass Menschen, die sich lieben, ("die sich lie - ben"!) zusammenbleiben, zusammenbleiben dürfen, solange sie wollen und dass sie, wenn ihnen danach ist, eine Familie gründen mit Kindern... Und dass zu so einer Familie Kinder und Eltern gehören und sogar Großeltern... Und dass jeder von ihnen, jeder, ein Recht hat zu leben... Und dass keiner, kein einziger Mensch weit und breit auch nur auf die Idee käme... einem anderen dieses Lebensrecht zu bestreiten... es aus irgendwelchen Gründen zu bezweifeln... oder zu befristen... ... Oder dass einmal die Woche die Müllabfuhr kommt... und dass Trinkwasser fließt, sobald man den Hahn geöffnet hat... und dass, wenn man Bilder anschauen will, zwischen etlichen Galerien und Museen auswählen kann... und dass im Theater Schauspiele und Opern aufgeführt werden... die jeder besucht, dem danach ist... und dass Kinder zur Schule gehen... und dort auch Gedichte hören und Musik und man sie versteht... und dass, wer krank ist, ins Krankenhaus geht... und dass man die Patienten dort behandelt und heilt... damit sie frei von Beschwerden weiterleben können... ... All diese Selbstverständlichkeiten eben... (Hach, "all diese Selbstverständlichkeiten eben"! Ob er gleich heult!? Dieses larmoyante Genöle! Dieser lyrische Kitsch! Po-po-Poesie! Vorhofgestammel! Vorhautkäse! Hausfrauenpisse! Platitüden-Pleonastik! —

Reinhard Rakow

aus: Tagebücher

 

das stück überraschte mich auf einer fahrt durch hannover.  ich war spät dran, wie immer, den kopf mitten im termin, der mir bevorstand. vor fahrtantritt hatte ich den cd-wechsler neu befüllt, die musik lief so vor sich hin. cello, ah, der sampler, vor jahren gekauft, nie ganz zu ende gehört. starker mit der cello-suite nummer 6 von bach: prelude, allemande, courante, sarabande, gavotte und gigue, federnd und voller esprit.  er spielte mit hohem tempo und großem affekt, viel eindringlicher als casals auf der alten aufnahme, die ich kannte, und plötzlich war die welt wieder in ordnung.  kodalys sonate hingegen traf mich unvorbereitet. den ersten satz und das adagio hörte ich noch autofahrend.  zunächst nur verwirrt anknüpfungspunkte zu dem mir unbekannten urheber suchend, erfaßte mich der sog der komposition, folgte ich mit offenem mund dem wechsel der harmonien bald gespannter als dem geschehen vor den ampeln.  

den dritten satz hörte ich entrückt im absoluten halteverbot vor einem polizeirevier, dann ließ ich über handy bei gericht mitteilen, ich säße fest, es könne dauern, und hörte mir den dritten satz zwei weitere male an, a 9 minuten 44 sekunden, zwei weitere male allegro molto vivace, zwei weitere male musik, die besoffen machte vor glück. hoffentlich, wünschte ich voll inbrunst, hoffentlich gibt es auf der rückfahrt einen ganz langen stau.

(2001)

Reinhard Rakow

aus: "Vatermutterhundesohn"

Es zeigt Mutters Mutters Mann mit dunklem Kaiser-Wilhelm-Bart im aufgedunsnem Gesicht, den fülligen Hals gequetscht in einen weißen Stehkragen zu weißer Uniformjacke, Bahn, hatte Mutters Mutter erläutert, Reichsbahn, mittlerer Dienst, Schreibstube, dahin haben sie ihn abgeschoben nach dem Ende vom Krieg, da war er schon nicht mehr am Leben, wenn sie schrie, hatte Mutter zu springen, Mutters oder Mutters Mutters Mann war auf dem Feld, schlachten, sonstwo, abwesend, oder in britischer Gefangenschaft vierzigvier und als Metzger verkleidet in weißer Gummischürze, hohen Schwarzstiefeln, das Hemd gestreift, auf dem Kopf ein schniek weißes Käppi, als ging es auf ein Tanzvergnügen, doch in der Hand das Messer mit der langscharfen Schneide, aushäusig schon da, oder der Sohn. alsô der Mann, im Kerker des Jobs, jetzt in Farbe, auch so ein Abwesenheitsfoto, auf Mutters Schreibtisch, sie putzt das Glas regelmäßig, und wenn die Kräche noch so heftig sind, Ordnung muss sein, dann spiegelt sich drin ihr kurzes Karrierehaar, wie er bei einem Autobahnstopp zwischen einem Termin und dem nächsten eine Raststättenbank bestiegen hat, sie hatte ihn begleitet, damals (war ja noch Hoffnung), der Mantel, olivgrün, flattert im Wind und sein Haarschopf, damals hatte er noch keine Glatze, flattert mit, ob seine Pfeife qualmt oder nicht, ist nicht zu erkennen, F. ist daheim und ist allein.

Er sah hinauf, und der blaue Strom floß leise über ihrem Haupte. Wo sind wir, liebe Mathilde? Bei unsern Eltern. Bleiben wir zusammen? Ewig, versetzte sie, indem sie ihre Lippen an die seinen drückte und ihn so umschloß, dass sie nicht wieder von ihm konnte. Sie sagte ihm ein wunderbares, geheimes Wort in den Mund, was sein ganzes Wesen durchklang. Er wollte es wiederholen, als sein Großvater rief und er aufwachte. Hallo F., es ist an der Zeit, Hallo. Er hätte sein Leben darum geben mögen, das Wort noch zu wissen.

Hallo F., es ist an der Zeit,

Und dann diese alten Geschichten, die keiner hörn soll, schon gar nicht der, mit dem man Bett, Klo und Herd teilt, nicht mal man selbst, weil sie so peinsam sind, wo sie doch vieles beantworten oder wenigstens manches erklären könnten, besonders zu der ewigen Frage, wie es bloß kommen konnte, dass der und der oder die und die aus der eigenen Sippschaft so wurden, wie sie jetzt sind, beziehungsweise nicht so oder völlig anders gerieten, als von allen erwartet — etwa die Tante, keine echte, aber über fünf Ecken eben doch, drei Straßen weiter, die frisst und frisst und frisst und frisst und frisst, ein Nilpferd in selbstgenähten Tuchzelten aus dunkelblauem Stoff mit klein weißen Punkten, die das Haus nur verlässt, falls gerade keines ihrer zarten schmächtigen Wichtelkinder zur Hand ist, Kommandos auszuführen, nur verlässt, um auf dem Fahrrad zum Bäcker schräg gegenüber zu schlingern, der Sattel bohrt sich tief in Wellfleisch und Tuch, die Reifen drohen zu platzen, der stählerne Rahmen knackt verdächtig vernehmlich, und wenn abends ihr Männchen, voll wie zwei Sturmhaubitzen von der Fabrik nach Hause geschwankt, sie von hinten besteigt, Böcklein auf die Zippe, Schwänzchen in die Höh, hockt die Nachbarsjugend draußen unterm Schlafzimmerfenster und wartet darauf, dass sie, wenn sie ausgestöhnt, ausgeröchelt und -geschnauft hat, sich irgendwann einmal umdrehe, übers Spinnenmännlein sich hermache und es verschlinge, doch erlebt immer wieder nur, dass sie ihm ad finem keuchend bedeutet, jetzt habe sie aber mordsmäßig Kohldampf. Oder Vaters Vaters Vater, F. kannte ihn nur aus erinnerten Erzählungen oder erzählten Erinnerungen (F. wusste das nicht auseinanderzuhalten), ein knitterpapierner Schemen in weiter schwarzer Hose und weitem schwarzem Mantel unter schwarzem, breitkrempigem Hut, der, auf einen knorrigen Stock gestützt, sich jedesmal schwer tat, das niedrige Schwellchen zu überwinden, über das der Weg ins Wohnzimmer führte, wo er dann endlich stundenlang zusammengesackt auf dem Sofa kauernd ausharrte, die Zeit einzusaugen stumm, reg-, teilnahmslos, seine hinfällige Aura vorweggenommenen Vergangenseins erfüllte F.s kleines Bubenherz Mal um Mal mit verstörenderer Beklommenheit, hatte er doch mitbekommen, der Alte sei früher ein Riese gewesen von Gewichthebergestalt, der, als er sich über die vermeintliche Renitenz eines Bullen geärgert, den mit einer einzigen Ohrfeige niedergestreckt habe auf immer und ewig, ein übler Tyrann, vor dessen testosteronhypertrophem Jähzorn Frau und Kinder das Haus furchtvoll flohen oftmals.

Reinhard Rakow
in meiner kammer

in meiner kammer brennt kein licht.
die wand ist steil und kühl und braun.
das tau, das von der decke hängt, führt zu dem baum
der, wenn man ihn umfängt, zerbricht.

das wasser kommt hier tropfend vor.
es wartet ab und klopft schwach an.
der hall, der leis´ nach innen dringt, verliert sodann
sich, kaum dass er klingt, im botenchor.

ein duft von lilien und jasmin.
die luft riecht pest und eng und krank.
die last, mit der sie uns abschließt, ist voll gestank
und tod und schierling und toxin.

Reinhard Rakow
In Erwartung eines Festes


Eine gewisse Art endlichen Lichts
In der Aura aus Lichtzackgirlanden.
Schau, Bräutigam, Weißklöppelgespitz!
Jener kostbare Stoff, aus dem
Die bucklichten Weiblein
Schwiegeralbträum´ sich erspinnen!
Leisend
Flutet das Meer an
Die Strandung, den gespaltenen Fels,
Petrus, Debussy, und es hagelt.

Reinhard Rakow
Verortung, A7 (unter uns)                        

Zeitrafferlandschaft
Im Wagen bei Hundertfünfzig
Die Wälder neben uns Flecken
Kohlschwarzbraune Flecken auf
Nachfedernd hügligen Wellen.
Nachbilder. Nachgeschmack
Von Kruppstahl und steinerner Kohle
Pulversalven-Aromen
Kettengerassel
Neben uns
Deutscher Wald
Deutsche Krume
Deutscher Boden
Unter uns, dem Führer geweiht
Wogt in braunen Wellen mit
Macht uns entgegen bei Hundertfünfzig
Rollen die Räder und alles
Sieg Heil Dir mein Führer
Ist Landschaft Zement und Asphalt
Stoßfugen, Schwellen und Brücken
Und alles, Unter uns:
Für den Endsieg
Waffenschmieden, die Lager
Kriegswichtige Güter
Fabriken, die Lager
Panzer, Kübel-, Volkswagen
Heil Führer, ich küsse
Ich lecke dir deine
Staublederstiefel, den
Matt aschenen Staub grau
Fetthaltige Schwebchen küsste das Antlitz
Der Autobahnen nach Buchenwald
Dachau Mauthausen Hadamar und
Richtung Auschwitz
Heimaterde Blut Boden
Blut- und knochengetränkt
Unter uns, bei Hundertfünfzig
In weiten langen Autobahnwellen
Donauwellen du schöner
O du Westerwald von der Mars
Bis an die Memel und alles


Ist Landschaft in mir --

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