24 - 09 - 2021

18. August 2012

Hand. Drei Gedichte

Franz Kafka (1883 - 1924)
Liebeserklärung

Deine Hand ist in meiner,

so lange Du sie dort läßt.

 

Reinhard Rakow
du


halte meine hand
sie sei
kraft die uns trägt

durch den tag
er sei
nicht enden wollend

durch die nacht
sie sei
schwärzer als zuvor

über die schlucht
sie sei
noch so tief

reich mir deine hand
sie sei
kraft die uns trägt.

 

Reinhard Rakow
Tagtraum


Gib mir deine Hand wir stehlen
Uns heimlich aus dem Haus
Lass den Schlüssel draußen stecken
Zieh alle Kabel raus

Im Auto da setz du dich erst
Mal auf den Fahrersitz
Und wenn du wieder zu schnell fährst
Mir´s heute scheißegal ist

In der nächsten Stadt da biegen
Wir ab auf die Autobahn
Platz da ihr Nullen links fliegen
Eva und Evas Adam

Lass uns die Überholspur beträumen
Mit zweihundertvierzig Watt
Zeit Stunde Minute versäumen
Dass sie uns nie wieder hat

Auf jener endlosen Geraden
Dem Weg nach Pferdeland
Gedichten von Bildern Myriaden
Wo ich dich vor Jahren einst fand

Gib mir deine Hand wir treten
Gemeinsam in die Realität
Ab jetzt hilft nur noch beten
Dass mit uns alles gut geht.

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