27 - 02 - 2021

20. Februar 2017

Reinhard Rakow
Zu schaffen ein Abbild


Nein zeig mir nicht die Tonfolge. Gott pfeift am schönsten
stets auf dem letzten Loch. Clockwork. Der Speichelfluß
von unten anschwillt, in dir den Schlund zu füllen.
Das Kammerkonzert vorgestern Ludwig. Im Nachgang
der Pianist: Diskurse zu Lichtenberg Kubrik
und Russell. Bertrand Russell. Rusell first of,

als sei so zu fühlen das Zerren gegen den geraden
Strich. Farben die unbesoffen machen. Ritter ohne
den goldenen Helm. Lichter die statt zu toben
zerfallen in Alb und in Traum. Grau atmet die Lineatur.
Hinter den sieben Bergen da wohnt der liebe Gott.
Verwaschen. Aufgelöst. Unfaßbar unstofflich.

Nein sage mir nie ein Abbild. Weil es nur verwirrt,
entfernt. Der Grund unberührt. Die Form niedergemacht
von Zweifeln, motivloses Motiv. Wer wartet auf Godot?
Der Fremde, bekannt namenlos. Ein weißes Zeichen die Wolke
über Berts Pflaumenbaum. Gleichungen und Formeln,
Beweise: nicht zwingend. Nur scheinbar.

Und siehe, ich bin das Licht.

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