15 - 12 - 2017

Weihnachtsfrieden, Weihnachtsmärchen -- Von Zeitblasen und Karrierecentern

Weihnachtsfrieden, Weihnachtsmärchen  -- Von Zeitblasen und Karrierecentern


24. Dezember 1914. Ein sonniger Nachmittag über dem Südosten Englands, weihnachtliche Vorfreude, morgen früh werden die Kinder beschert. Im Pfarrgarten von Dover treibt die Lust, zum Fest alles fein zu machen, James Bank, den Kirchgärtner, auf einen Baum, den er noch eben beschneiden will. Oder er sucht nach einem besonderen Schmuck für die Kirche. Ob er über seine Arbeit das sonore Brummen des Flugzeugmotors gar nicht vernommen hat? Ob die weihnachtliche Stimmung ihn vergessen ließ, dass Krieg ist, seit Deutschland auf dem Weg gen Frankreich Belgien überfiel, Dörfer auslöschte, verbrannte Erde hinterlassend, und England darauf erklärte, Belgien beizustehen?

Nachdem die englische Marine im Herbst eine Seeblockade errichtet hatte, die auch den Kanal kontrollierte, waren öfter Flugzeuge am Himmel auszumachen. Die Festungsanlage an der Küste, wenige Kilometer östlich der Stadt, wirkte auf Flieger wie Licht auf Motten. Doch wann immer Flugzeuge engliches Territorium überflogen, hatte es sich um Aufklärungsflugzeuge gehandelt, von denen keine unmittelbare Gefahr ausging, auch wenn es Flieger des Feindes waren. Bewaffnete Flugzeuge, gar Bomber, kannte man nicht, ein Begriff wie "Luftkrieg" war noch nicht erfunden. James Bark in seinem Baum muss also arglos gewesen sein — wenigstens bis zu dem Moment, da er jenes Zischen vernahm, das Sekundenbruchteile später sein Verhängnis werden und ihn so zum ersten englischen Opfer eines Fliegerangriffs machen sollte.

Eines Fliegerangriffs der Marine des Deutschen Kaisers, konkret: der Seefliegerabteilung Nr. 1, in Gestalt des Leutnants Hans von Prondzynski als des Piloten eines Wasserflugzeugs Friedrichshafen FF29. Beim Anflug auf Dover Castle beugte der sich auf Flughöhe 1,5 km zur offenen Seitenluke, umfasste, die Maschine mit den Knien steuernd, mit beiden Händen die bereit gelegte Zehn-Kilo-Bombe und ließ sie, der Fluggeschwindigkeit und der Windkräfte nicht wirklich gewiss, nach unten plumpsen, nach unten, wo sie nicht die Feste, sondern den um fast 4000 Meter entfernten Pfarrgarten traf und in ihm den armen James Bark.

In Dover erinnert heute die Inschrift einer kleinen blauen Plakette britisch unterkühlt an den Vorfall: "Near this spot/ on Christmas Eve 1914/ fell the/ first aerial bomb/ ever/ to be dropped/ on the/ United Kingdom". Von August 1914 bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Krieg schon 300.000 deutschen und 170.000 britischen Männern das Leben gekostet. Die Opferzahlen sollten bald sprunghaft weiter ansteigen — auch, weil Deutschland die Optionen, die der Luftkrieg bot, rasch und technisch erfindungsreich ausbaute. Geübt durch Bombenabwürfe über Lüttich im August 1914 — nachts um drei, vom Zeppelin aus, Ergebnis: neun getötete Zivilisten — wurde am 19. Januar 1915 der erste Bombenangriff auf London geflogen. Wir wissen, wozu Krieg in und aus der Luft mitterweile fähig ist.

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Was mag den Piloten zu seinem Weihnachtsflug bewogen haben? Was war für ihn so wichtig, dass er nicht einmal Heiligabend sein Handwerk ruhen ließ? War es ein Befehl? Eigenmacht? Eigensucht? Dass man die Arg- und Wehrlosigkeit der Gegenseite einschließlich der Personen, die sich im Castle aufhielten, bewusst ausnutzen wollte, dass man Todesopfer bewusst in Kauf nahm, liegt auf der Hand, ist aber nicht überliefert, ebensowenig, was mit dem Piloten anschließend geschah. Wurde er belobigt, ausgezeichnet? Oder im Gegenteil ermahnt, gemaßregelt? Das Netz verrät: "Ltn d R Hans von Prondzynski (observer) and Uffz Paul Lindemann (pilot) were killed in action on 20 May 1915", mehr nicht.

Bekannter ist, was sich diesseits des Kanals, nahe des französischen Örtchens Fromelle, zur selben Zeit zutrug, es füllte Zeitung, Buch und Film als "wundersamer" "Weihnachtsfrieden". Deutsche und britische Soldaten sangen gemeinsam "Stille Nacht, Silent Night", verließen die Schützengräben, reichten sich die Hand, umarmten einander, zeigten Fotos ihrer Angehörigen, beschenkten sich, spielten Fußball, besuchten gemeinsam einen Gottesdienst, kurz: feierten Weihnachten, feierten mit einer Inbrunst, als ginge es um ihr Leben.

Es ging um ihr Leben, sie müssen es gewusst haben. Denn ihr unbotmäßig menschenfreundliches Treiben blieb den jeweiligen Oberen nicht verborgen. Die Presse berichtete, den Herren in Berlin und London schwollen die Zornesadern. An manchen Frontabschnitten soll der verbotene Frieden lange gedauert haben, weit in den Januar hinein, oft sogar mit Billigung der Offiziere. Deren Vorgesetzte hätten für das unsoldatische Tun schließlich harte Strafen angedroht, bis schlussendlich die ihnen untergebenen Menschen wieder brav die den anderen Vorgesetzten untergegebenen Menschen beschossen, verwundeten, töteten. Die Klänge der Weihnachtslieder seien, wurde berichtet, zum Schluss untergegangen in den Todesschreien derer, die man noch eben umarmte, als Mitmensch erkannte.

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Nein, keine dieser Episoden eignet als Rühr- oder Schmunzelstück. Und überhaupt nicht taugen sie uns als Beleg für die Wunderkraft einer die Feindlichkeit der Waffen überwindenden gemeinsamen Religion. Schon garnicht für die Menschenfreundlichkeit des Christentums. Denn — vom Einstimmen der jeweiligen Kirchen in die Hetze der weltlichen Herrscher einmal abgesehen — wir wissen ja, wie es ausging. Denkt man sich die Zufälligkeit "Weihnachten" weg und die Umstände nüchtern als Versuchsanordnung, bleiben Situationen existentieller Gefangenheit, in denen Menschen für die Dauer einer Atempause Schlupflöcher zu erkennen vermeinen, die indes keine sind.

Lesen lassen sie sich als Bilder der Welt. Der Gärtner, den mitten in seiner Weihachtstrunkenheit eine fehlgeflogene Bombe trifft, die Soldaten, die in Ausnutzung der weihnachtlichen Besonderheiten miteinander feiern im Wissen darum, dass dieses Feiern nur eine befristete Auszeit beim Einander-Abschlachten bedeutet, dass jenes weitergeht, sobald dieses endet, eingefrorene, gestohlene, aus der Welt gefallene Zeit jenseits der Realität, ein Lidschlag nach unten, die Augen zu schließen im (und vorm) wechselseitigen Morden, sie stehen insofern für die Absurdität von Dasein schlechthin. Der vor Seligkeit gefahrenblind gewordene Gärtner, ein völlig unbeteiligter, schuldloser Zivilist, die Soldaten als auf Augenhöhe bewaffnete Totmacher zwischen den auf sie wartenden Schützengräbern sind Geißeln ihrer jeweiligen Lage. Statt diese zu bestimmen und handelnd in die Hand zu nehmen (statt wachsam zu sein, statt davonzulaufen. sich zu vereinen gegen das Entmenschte ihrer Befehlshaber), verharren sie wie ein Hamster im Rad in blödiger, nutzloser Scheingeschäftigkeit, die ihr Leben ausfüllt bis zum Tode, eine Lage, ähnlich absurd wie die des Sysiphos, der immer neu den Stein hinaufwälzt, wissend, dass er ihn doch endlich wieder verlieren wird, wieder und wieder, bis an seiner Tage Ende und der doch fortfährt.

Lesen lassen sie sich auch als Beweise für die von guten Wünschen und von schlechten Kalkülen aufgeblähte Lügenhaftigkeit aller Weihnachtsmärchen, die Heil zwar ewig künden, aber nie Heil werden, aller Märchenerzähler, die den Geist des Friedens beschwören in friedloser Zeit und doch wissen, mit dem Beschwören hats sein Bewenden. Auch die Wundergeschichten von der Jungfrau Maria, von Ochs, Esel, dem Stern, den Königen, all der Hype, der auf ihnen wuchert seit Jahrhunderten, der heute die Zentrifuge des Konsumierens schmiert bis zum Überschlag, ist zu nichts gut als jene Blase zu bilden, in der Aus-der-Welt-Gefallene ihren Dornröschenschlaf fristen dürfen, bis bald die böse Welt sie einholt. Nach dem zweiten Feiertag ist es soweit. Der Verpackungsberg will entsorgt, die schmerzende Wampe entleert sein. Die Läden haben wieder geöffnet, die Zeitung liegt wieder im Kasten, und man liest all das, was einem vorenthalten wurde für die letzten unwirklichen Tage: Auch über Weihnachten wurde betrogen, gestohlen, geschändet, gemordet, gebrannt, wurden Reihe reicher, Arme ärmer, sind Kinder Hungers gestorben vorm Zaun, der den Landsitz des Reichen umschließt. Mit dem Blick in die Zeitung ist die Blase geplatzt. Die Welt drehte sich weiter, jetzt hat sie uns wieder.

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Vor allem aber stehen die Eingangs-Episoden für Wahnsinn und Unmenschlichkeit eines jeden Krieges, für die Unmöglichkeit, ihm und seinem makabren Irrsinn zu entgehen, für seine unentrinnbare Vernichtungsmacht, die sich dem Außenstehenden gleichermaßen tödlich entfalten wird wie dem von Berufs wegen Involvierten, dem vermeintlich Gewappneten. Zumal die da um ihr Leben feiern, die krampf- und zwanghaft versuchen, die Künstlichkeit der Blase, die sie sich als Rettungsboot erschufen in einem Meer todbringender Gewalt, zu perpetuieren, sehen genau, dass das nicht funktionieren kann, denn sie wissen, worum es geht, was ihnen droht. Jede Sekunde Das-Töten-Unterlassen ist nicht nur nutzlos (denn das Töten wird durch sie nicht zu beenden sein, das ist gewiss), jede Sekunde kann sie überdies näher bringen der ihr eigenes Leben auslöschenden Exekution eines von einem Militärgericht wegen Befehlsverweigerung und Feindesliebe verhängten Todesurteils. Die Regel verlangt zu gehorchen, sie verlangt, den Menschen jenseits der Linie nicht als Mitmenschen, sondern technisch als — feindliches — Ziel zu betrachten und zu behandeln, sie verlangt, ihn zu töten. Die Regel duldet keine Empathie, kein Mitgefühl, kein Sich-in-den-anderen-hineinversetzen, kein Gewissen; denn ein Gewissen, welches mir eine Tötungshemmung einpflanzt, muss ich ausblenden, verdrängen, es mir ab-erziehen, es wäre mit der Regel nicht zu vereinbaren. Die Regel schert sich nicht darum, ob ich das Gegenüber als Feind zu erkennen nicht bereit bin, nicht darum, dass ich es im Gegenteil womöglich sogar sympathisch finde. Was mag in den Soldaten des "Weihnachtsfriedens" vorgegangen sein? Eben noch halten sie einander in den Armen, tauschen sich aus, lachen, weinen gemeinsam über ihre Frauen und Kinder daheim, reichen dem andern ein Stück Kautabak oder Plumpudding, erfühlen das Menschsein des anderen, werden zu Freunden für den Augenblick, und dann ertönt ein Befehl, und sie töten sich.

Töten: Das ist der Kern und die Regel des Krieges und seiner Personage, das ist der Ernstfall, in den alles mündet, ob im versehentlichen, doch billigend in Kauf genommenen Ausschalten eines braven Gärtners, einer Greisin, eines Kindes, das ist die Regel, ob im Kampf Mann gegen Mann, ob von Schützengraben zu Schützengraben, ob vom Sitz eines Panzers, vom Computer eines Jagdbombers, eines U-Bootes, vom gemütlichen Sessel eines Drohnen-Leitstandes aus.

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Warum tun Sie das?, echauffiert sich die Siebzigjährige, Der Krieg ist vorbei, der Zweite siebzig Jahre, der Erste erst recht, ich kann das nicht mehr ertragen! Immer dieser abgestandene Achtundsechziger-Quark, sekundiert ihr Begleiter, Wer will diese Kacke noch hören, Pazifistenscheiß und so, fehlt nur noch Karl Marx.

Kann er haben. Sprechen wir zum Beispiel, weil es sich aufdrängt: von Entfremdung. Die Entfremdung von Arbeit und deren Ergebnis ist in der postindustriellen Gesellschaft nur scheinbar kein Thema mehr. Reichs Homo consumens sublimiert in der Form des ihn selbst zur Mehr- und Mehr- und Mehrleistungen treibenden Konsums; die Spirale, die heutzutage neu obendrauf gesetzt wird, heißt Scheinselbständigkeit und Selbstausbeutung, erkauft, "belohnt" mit Phänomen wie Burnt-Out oder anderen psychischen Deformationen, mit Suizidversuchen und Suiziden. Und einer von den Teilnehmern des Systems gepflegten deformierten Sprache, die die jeweils letzte Kapriolen der Kapriolen der Ausbeutung mit einer Unwahrhaftigkeit verbinden, wie etwa Orwells "1984" sie vorhergesehen hat: Werte umkehrend, Bezeichnetes der Konkretheit entziehend, es schillernd, austauschbar machend.

Die staatliche Stelle, die Arbeitslosigkeit verwaltet, nennt sich heute "Arbeitsagentur", als leiste sie Maklerdienste zwischen zwei gleichstarken Individualparteien. Sucht einer Unterstützung, so gewährt man sie ihm, -- Do ut des, Fördern und Fordern, man muss Schmarotzern ja helfen, ihre Bettelhaltung zu überwinden -- nur dann, wenn er vorher die Routinen des "Jobcenters" als dessen "Kunde" durchlaufen hat. Angelas Merkels Wort, man müsse die Demokratie marktfähiger machen, hat nichts Aufregendes oder Entlarvendes; Frau Merkel behaut im Gegenteil (wie so oft) bloß eine Kerbe, die doch schon längst -- was ja auch alle wissen -- anderweitig ausgeleiert wurde. Sie verdient ähnlich viel Aufsehen wie das Wahrwort Horst Köhlers, „… dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ, bei uns durch Handel Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern." Hier haben zwei ausnahmsweise einmal nicht Orwell geredet, sondern Klartext, selten genug in der Zeit der Euphemismen und der Sublimierungen, wenn auch Eulen nach Athen tragend. Ja doch: Der Staat ist marktgängig, die Bundeswehr dient auch Wirtschaftsinteressen.

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Wieder ist Dezember, und wieder berichten Medien über militärische Themen: Der Bundespräsident auf Truppenbesuch in Afghanistan. Die neuen "Karrierecenter".

Seit Neuestem heißen Kreiswehrersatzämter "Karrierecenter". Nach der Abschaffung der alle Gesellschaftsschichten einbindenden allgemeinen Wehrpflicht wird auf dem Weg zu einer wirtschaftlich straffen Vereinigung von Berufs wegen flexibler Kriegs- (oder: Kriegsvermeidungs-) techniker nun also auch die Nachwuchswerbe-Organisation der Bundeswehr sprachlich neu aufgestellt, um junge Menschen für das Dienst an der Waffe zu begeistern. Wer über die deutsche Staatsbürgerschaft, Hauptschulabschluss und eine gute körperliche Verfassung verfügt, den erwartet, so die Werbung, ein tolles Karriepotential mit super Qualifizierungsmöglichkeiten. "Das Kameradschaftliche" lockt, "faszinierende Technik", und dass man bei Auslandseinsätzen "viel Interessantes sehen und erleben" kann. Viel Interessantes. Doch doch. Die deutschen Soldaten, die auf afghanischem Boden patrouillieren, gegen Hinterhalte bestehen, sich im Kampf um ihr Leben behaupten müssen (und beklagen, auf diese Situation in ihrer Ausbildung nur unzureichend vorbereitet worden zu sein), wissen genau, was das bedeuten kann. Im Kern geht es um töten.

Gestern assoziierte man den Begriff "Karrierecenter" mit Ausbildungszentren der Industrie oder des Handwerks, im Netz finden sich zu Suchbegriffen wie "Personalmarkt" oder "Möbelkultur" schöne Beispiele. Gestern hießen die lokalen Ämter zur Nachwuchsbeschaffung und Sicherung des Personalbestands noch "Kreiswehrersatzamt": eine recht eindeutige und umfassende Bezeichnung, bedenkt man, dass mit "Ersatz" die Ersetzung (abgängigen/ benötigten) Personals gemeint war. Die Wortbestandteile "Wehr" (Bundeswehr, Wehrkraft) und "Amt" (staatlich-hoheitliche Einrichtung) ließen zudem Zweifel am Ziel und Charakter des Bezeichneten kaum zu. Der neue Terminus "Karrierecenter" hingegen lässt Verwechslungen nicht nur zu, er befördert sie. Er begehrt, von individuellem Lebensglück in privaten Räumen zu handeln. Nichts kündet mehr von dem Über- Unterordnungsverhältnis, das der Sache in Wahrheit eigen ist, nichts verrät den waffenstarren Kern und das ihm innewohnende Tötungspotential. Sein euphemistischer Ton klingt stromlinienförmig, glatt und funkelnd, er leistet der Verwirrung Vorschub, der Umgang mit dem Instrumentarium der Waffentechnik biete für junge Menschen nicht nur einen beliebigen, sondern den Weg zum Glück schlechthin. Wer käme bei dem Wort "Karrierecenter" auf die Idee, es gehe um Bundeswehr und ums Soldatsein?

Es soll ja auch keiner drauf kommen. Der Begriff suggeriert, beim Soldatsein handele es sich um einen Job wie jeden anderen: Möbeldesigner, Bäcker, Lehrer, tut so, als sei das es dasselbe, eine Sicherung in eine Waschmaschine zu drehen oder in eine Fernlenkwaffe, will scheinen, als sei es egal, was einer macht. Dinge nicht beim Namen zu nennen, Wertezuordnung zu vermeiden oder ins Gegenteil zu verkehren, ist ein Vorgang, dessen Akzeptanz der Gesellschaft, die ihn dumpf hinnimmt, kein gutes Zeugnis ausstellt.

Aber auch das ist uns, die wir alle an Weihnachtsmärchen hangen, wahrscheinlich tatsächlich egal.